Texas Hold’em Grundlagen

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Texas Hold’em Poker oder Hold’em, wie man es kurz nennt, ist das trendige Spiel, das jeder zu spielen scheint. Wir werden auf alle Grundlagen dieser tollen Spielvariante eingehen, damit Sie gleich loslegen und in die aufregende Welt des Online-Pokers einsteigen können.
Zunächst werden Sie lernen, wie man Limit, No Limit, Pot Limit und Turnier spielt und dann, wie man die ganzen Puzzleteile zusammenfügt und schließlich Geld gewinnt.

ÜBERBLICK
Ihre endgültige 5-Kartenhand setzt sich bei Hold’em Poker aus der bestmöglichen 5-Kartenkombination aus den insgesamt sieben verfügbaren Karten zusammen. Dazu gehören das Board, das sind die fünf Karten, die aufgedeckt in der Mitte des Tisches ausgeteilt werden und die sich alle Spieler teilen, sowie Ihre Pocketkarten oder Hole Cards, das sind die zwei Karten, die jedem Spieler verdeckt ausgeteilt und nur von ihm verwendet werden. Ihr endgültiges Blatt könnte beispielsweise aus Ihren zwei verdeckten Karten und drei Karten vom Board bestehen, aus einer Pocketkarte und vier Karten vom Board oder auch aus allen fünf Karten des Boards.

Zu Beginn einer Hand erhält jeder Spieler zwei verdeckte Karten. Anschließend hat jeder Spieler die Gelegenheit, seine Wettoptionen zu nutzen. Als Nächstes werden drei Karten, die allen Spielern zur Verfügung stehen, in der Mitte des Tisches aufgedeckt. Sie werden als Flop bezeichnet. Es folgt eine weitere Wettrunde. Eine vierte Boardkarte, Turn genannt, wird offengelegt, und auch hier folgt wieder eine Wettrunde. Dann wird die fünfte und letzte Gemeinschaftskarte ausgeteilt. Dies ist der River. Verbleiben noch zwei oder mehr Spieler in der Hand, folgt jetzt die vierte und letzte Wettrunde. Nachdem alle Einsätze getätigt wurden, kommt es zum Showdown, bei dem das höchste Pokerblatt den Pot gewinnt.

DAS SPIEL
Spiel und Strategie bei Hold’em Poker hängen weitgehend von der Position des Buttons ab, der kleinen Scheibe, die für gewöhnlich aus Plastik ist und die Aufschrift „Dealer“ trägt. Der Spieler, vor dem der Button liegt, und der auch „Button“ genannt wird, hat den Vorteil, in jeder Wettrunde, außer vor dem Flop, als letzter handeln zu müssen. Nachdem eine Hand fertig gespielt wurde, wandert der Button im Uhrzeigersinn zum nächsten Spieler weiter.
Den Spieler, der unmittelbar links vom Button sitzt, nennt man Small Blind und jenen links davon, Big Blind. Diese zwei Spieler müssen erzwungene Einsätze, Blinds genannt, zahlen, bevor die Ivanen ausgeteilt werden.

Der Big Blind hat bei Limit Spielen üblicherweise die Höhe des niedrigeren Limits, das heißt, in einem $3/$6-Spiel würde der Big Blind $3 und in einem 5i>5/$10-Spicl $5 betragen. Bei Spielen, in denen man den Big Blind in einen geraden Betrag teilen kann, beträgt der Small Blind die Hälfte des Big Blind, ansonsten zwei Drittel des Big Blind. So könnte der Small Blind beispielsweise in einem S3/$6-Spiel $2 und in einem $15/$30-Spiel $10 betragen. Da es online einfach ist, Dollarbeträge zu teilen und Centbeträge zu verwenden, kann der Small Blind in einem $5/$10-Spiel auch $2,50 betragen.
Bei No Limit Cash Games werden die Blinds im Vorhinein festgelegt und bleiben während des gesamten Spiels gleich. Bei Turnieren hingegen werden die Blinds nach und nach erhöht, sodass die Spieler gezwungen sind, forsch zu spielen, um mit den ständig steigenden Blinds mithalten zu können.

WETTREIHENFOLGE
Das Spiel verläuft immer im Uhrzeigersinn um den Tisch herum. In der ersten Wettrunde vor dem Flop (engl.: preflop) ist der Spieler links vom Big Blind als Erster an der Reihe. Wenn er um den Pot spielen möchte, muss er den Big Blind mitgehen oder erhöhen, andernfalls muss er passen. Jeder Spieler nach ihm hat dieselben Optionen: mitgehen, erhöhen oder passen. Der Spieler, der vor dem Flop als Letzter handelt, ist der Big Blind. Wenn vor ihm nicht erhöht wurde, kann der Big Blind entweder die Wettrunde beenden, indem er mitgeht, oder er kann erhöhen. Gab es vorher schon Erhöhungen, dann muss der Big Blind sowie alle übrigen Spieler diesen Einsatz mitgehen oder erhöhen, um die Hand zu spielen, oder sie müssen passen.
In allen anderen Wettrunden auf dem Flop, Turn und River -ist der erste aktive Spieler links vom Button als Erster an der Reihe und der Spieler am Button handelt als Letzter. Hat der Button gepasst, ist der aktive Spieler rechts von ihm als Letzter an der Reihe. Wenn auf dem Flop und Turn alle Einsätze und Erhöhungen getätigt wurden bzw. alle Spieler schieben, wird die nächste Karte ausgeteilt. Nachdem auf dem River alle Einsätze gemacht wurden, zeigen die Spieler ihre Karten, um zu sehen, wer das beste Blatt hat.
Eine Wettrunde ist zu Ende, wenn der letzte Einsatz bzw. die letzte Erhöhung mitgegangen wurde oder keine Einsätze oder Erhöhungen mehr fällig sind. Seinen eigenen Einsatz oder seine Erhöhung kann ein Spieler nicht nochmals erhöhen.
Wenn zu irgendeinem Zeitpunkt vor dem Showdown alle Gegner passen, gewinnt der letzte aktive Spieler den Pot.

BEISPIEL FÜR EIN SPIEL
Betrachten wir einmal die Wettrunden anhand eines Beispiels für ein $3/S6 Limit-Spiel mit zehn Spielern, damit Sie sehen, wie Hold’em gespielt wird. Beachten Sie, dass ein No-Limit-Spiel genauso wie das nachfolgend beschriebene Limit-Spiel abläuft. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die Spieler, wenn sie an der Reihe sind, jeden höheren Betrag (maximal alle ihre Chips) als den zulässigen Mindesteinsatz setzen oder erhöhen können.
Nachdem die Karten ausgeteilt wurden, muss der Spieler links vom Big Blind als Erster handeln. Er hat die Möglichkeit, den Big Blind in Höhe von $3 mitzugehen, um weitere $3 zu erhöhen oder zu passen. Die Option zu schieben steht vor dem Flop nicht zur Verfügung, da bereits ein Einsatz bezahlt wurde die $3 des Big Blind. Nehmen wir an, dass die ersten zwei Spieler passen. Der nächste Spieler steht vor derselben Entscheidung: mitgehen, erhöhen oder passen. Er geht um $3 mit. Da es sich um ein $3/$6-Spiel handelt, müssen alle Einsätze und Erhöhungen in dieser Runde in $3-Stufen erfolgen. Die nächsten drei Spieler passen. Der nächste Spieler erhöht um $3, das heißt, er setzt insgesamt $6 – $3 zum Mitgehen und die Erhöhung von $3.

Jetzt ist der Button an der Reihe, der Spieler, der an der Dealerposition sitzt. Er betrachtet seine Karten, überlegt kurz und geht die $6 mit. Nun ist der Small Blind dran. Der Small Blind hat bereits $2 bezahlt, also muss er nur noch $4 setzen, um wciterzuspielen. Hätte es keine Erhöhung gegeben, hätte er nur noch $1 setzen müssen, um mit dem Big Blind gleichzuziehen und im Spiel zu bleiben.
Der Small Blind passt und der Big Blind überlegt, die Erhöhung nochmals zu erhöhen, geht dann aber doch nur mit $3 mit. Jetzt ist der Spieler an der Reihe, der ursprünglich nur mitgegangen ist. Da er nur $3 in den Pot eingezahlt hat, muss er weitere $3 nachlegen, um die Hand zu spielen. Er geht mit, und weil jetzt keine Einsätze oder Erhöhungen mehr offen sind, ist die Wettrunde vorbei. Vier Spieler sind noch im Spiel.

Beachten Sie, dass der Big Blind immer die Möglichkeit hat, vor dem Flop zu erhöhen, selbst wenn alle seine Gegner nur mitgehen. Auf dem Bildschirm des Big Blind werden, sobald er an der Reihe ist, die Spieloptionen Mitgehen, Erhöhen und Passen angezeigt. Wenn niemand erhöht hat und der Big Blind mitgeht, ist die Wettrunde vor dem Flop beendet. Wenn der Big Blind erhöht, müssen die anderen aktiven Spieler diese Erhöhung bezahlen, um im Spiel zu bleiben.
Wenn alle Spieler vor dem Flop passen, gewinnt der Big Blind automatisch diese Hand.

Wir hoffen Dir hat dieser Artikel über die Poker Regeln der Variante Texas Hold’em gefallen und würden Dich bitten unten einen Kommentar zu hinterlassen. Vielen Dank!

DER FLOP
Auf dem Flop ist der erste aktive Spieler links vom Button als Erster dran. Da der Small Blind gepasst hat, ist der Big Blind an der Reihe. Es gibt keine Einsätze, die bezahlt werden müssen – den erzwungenen Einsatz der Blinds gibt es nur vor dem Flop also kann der Big Blind schieben oder setzen. (Es gibt keinen Grund zu passen das wäre unsinnig, denn es kostet nichts weiterzuspielen !)

Der Spielverlauf sieht wie folgt aus: Der Big Blind schiebt, der nächste Spieler schiebt, der Spieler, der vor dem Flop erhöht hat, schiebt, und jetzt ist der Button an der Reihe. Er setzt $3, sodass die anderen drei Spieler gezwungen sind, die $3 mitzugehen, wenn sie eine weitere Karte sehen möchten. Der Big Blind, der in dieser Runde zunächst nur geschoben hat, ist der nächste aktive Spieler. Er muss mitgehen oder erhöhen, um die Hand weiterzuspielen, oder er muss passen. Er beschließt, die $3 mitzugehen und die anderen beiden Spieler passen. Da alle Einsätze gemacht wurden, ist diese Wettrunde abgeschlossen.
Jetzt sind wir im Heads-up zwischen dem Big Blind und dem Button.

DER TURN
Auf dem Turn wird das höhere Limit angewendet, also müssen alle Einsätze und Erhöhungen in $6-Stufen erfolgen. Eine vierte Gemeinschaftskarte wird auf dem Bildschirm angezeigt. Der Big Blind, der erste aktive Spieler links vom Button, ist als Erster an der Reihe. Er schiebt. Der Button schiebt ebenfalls. Da alle aktiven Spieler geschoben haben, ist die Wettrunde vorbei.

RIVER UND SHOWDOWN
Die fünfte und letzte Gemeinschaftskarte wird aufgedeckt und neben die vier anderen Karten in der Mitte des Tisches gelegt. Den Spielern stehen jetzt fünf Gemeinschaftskarten sowie ihre zwei Pocketkarten zur Verfügung, um ihr endgültiges 5-Kartenblatt zu bilden. Zunächst gibt es noch eine letzte Wettrunde.

Der Big Blind ist als Erster dran und setzt $6. Der Button geht mit, und damit ist die Wrettrunde beendet, weil der Big Blind seine eigene Wette nicht erhöhen kann. Jetzt folgt der Showdown. Der Big Blind zeigt K-Q und zusammen mit dem Board von K-Q-10-7-5 hat er zwei Paare, Könige und Damen. Der Button hat mit K-10 ebenfalls zwei Paare, Könige und Zehner. Der Big Blind hat das höhere Blatt und gewinnt das Geld im Pot. Der Gewinn wird automatisch zu seinem Tischeinsatz hinzugefügt. Wenn ein Spieler am Ende einer Hand $226 hat und $44 gewinnt, hat er anschließend $270.

Veröffentlicht: Dezember 2nd, 2012
Kategorien: Regeln
Tags: ,
Autor: Mareike
comments (8) | Hierauf antworten
  1. johnny says:
    5. Januar 2010

    ich finde das texas hold’em im gegensatz zu card stud oder omaha viel schneller erlernt werden kann, von daher allen pokerneulingen zu empfehlen…

  2. randolf says:
    9. Januar 2010

    schön ausführliche texas hold em regeln, gleich mal in meine favoriten rein.

  3. jimdo says:
    4. Mai 2010

    Ich kenne die Texas Hold’em Spielregeln jetzt erst seit ungefähr einer Woche und muss dazu sagen, es war nicht ganz so einfach sich diese Fülle an Informationen zu Beginn zu merken und diese dann im Spiel fließend anzuwenden. ich habe zuerst nur mit freunden gepokert, also live zuhause und meine freunde kannten sich alle schon ziemlich gut aus. Da sah es natürlich blöd aus, wenn ich jedesmal lange gezögert hatte, weil ich die Poker Regeln noch nicht ganz drauf hatte. Auch diese Poker Anleitung hier war sehr hilfreich.

  4. gonzo says:
    13. September 2010

    River und Showdown sind sehr gut erklärt, danke. Ich hatte zuerst bei Wikipedia nach den Poker Regeln für Texas Hold’em geguckt, bin aber nicht fündig geworden. Was vielleicht noch nett wäre ist, wenn ein paar Bildchen da wären, sonst sieht das so trocken aus, aber nichts gegen den Artikel, sehr schöne Zusammenfassung der Poker Spielregeln für Holdem Poker.

  5. Ronny says:
    10. August 2012

    Zu Beginn meiner Pokerzeit, als ich mir die Regeln das erste mal angeschaut hab, wars doch schon nicht einfach. Ich fand es ebenfalls schwierig sich zu merken, welches Blatt stärker ist als das jeweils andere. Ich habe dann immer mit der im Poker- Koffer mitgelieferten Anleitung gespielt, um sicher gehen zu können, ob die Gedanken, die ich mir über die stärke meiner Hand gemacht habe, auch die richtigen Gedankengänge sind. Jetzt spiele ich mehrere Male die Woche im Internet auf Facebook. Ich denke, dass ich nun sehr gut Spiele und die Anleitung brauche ich auch nicht mehr. Wenn man das Spiel versteht, finde ich, dann macht es sehr viel Spaß.

  6. Mandora says:
    20. August 2012

    Um ein guter Pokerspieler zu sein, darf man sich eben nicht nur auf sein Glück verlassen. Man muss lernen Gegner zu lesen und je nach dem Taktiken kreieren, um zu gewinnen. Hier heißt es üben, üben, üben. Die Texas Hold’em Poker Regeln hier sind übrigens sehr gut, danke an PokerCheck.

  7. Matze says:
    25. August 2012

    Ich spiele in meiner Freizeit sehr gerne Poker. Es kommt jedoch auch gelegentlich vor, dass ich mich mit Freunden oder Verwandten zusammen an einen Tisch setze und wir dann gemeinsam pokern. Die Poker Regeln werden hier auf PokerCheck sehr gut erläutert, weswegen ich jetzt alle Varianten beherrsche. Meistens spielen wir Texas Holdem. Manchmal spielen wir dann auch 5 Card- Draw oder 7 Hand Poker. Ich bevorzuge jedoch Texas Holdem, da ich diese Variante am interessantesten finde und sie mir am meisten Spaß macht. Danke nochmal für die Regeln.

  8. Margot says:
    16. September 2012

    Mein Interesse an dem Spiel Poker, wurde im Alter von 18 Jahren dadurch geweckt, dass ich meinem Vater und seinen Arbeitskollegen dabei zugesehen habe, wie sie gepokert haben. Ich habe während des Spiels versucht das Spiel zu verstehen und habe es mit einigen kleinen Fragen meinem Vater gegenüber, dann schließlich auch verstanden. Die genaueren Poker Regeln, insbesondere die Texas Hold’em Spielregeln, habe ich mir anschließend dann im Internet angesehen. Beispielsweise welches Blatt höher beziehungsweise stärker als das jeweils andere ist. Ich habe mich dann anschließend bei Online-Portalen wie zum Beispiel Pokerstars.de angemeldet und dort kostenfrei gespielt. Seitdem ich erfahren habe, dass es auch Poker ohne Download gibt, spiele ich nur noch auf 888 Poker oder Facebook mit meinen Freunden zusammen, also ohne Anmeldung. Natürlich begrenze ich mich nicht nur auf das Online spielen. Ab und zu treffe ich mich auch mit meinen Freunden und wir spielen dann gemeinsam Poker mit echten Chips und echten Karten.

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