Poker Räuber von Berlin sind geständig

Es war ein sehr schlecht geplanter, man könnte sogar annehmen gar nicht geplanter Raub, als am 6. März 2010 vier maskierte Männer das Foyer des Hyatt Hotels bei der EPT Berlin überfielen. Trotzdem hatte die Polizei mehrere Wochen gebraucht bis sie die mutmaßlichen Täter fassen konnte.
Gestern eröffnete man im Landgericht Berlin den Prozess gegen vier der insgesamt sechs an dem Poker Raub beteiligten Personen. Bei dem Poker Turnier am Potsdamer Platz spielten mehrere hundert Pokerfreunde die Siegerprämie von einer Million Euro, auch Tennislegende Boris Becker und die Autorin Charlotte Roche waren mit dabei, schieden aber relativ früh aus und erlebten den Poker Raub nicht mit.
Es ist nun mehr als 3 Monate her, als die Angeklagten die EPT Berlin überfielen und dabei mehr als 242.000 Euro erbeuten konnten. Drei der Täter haben bereits umfassende Geständnisse abgelegt, darunter Vedat S., der sich bereits während der erfolglosen Ermittlungen gestellt hatte und drei weitere Komplizen nannte.
Die Hauptanklagepunkte sind “gefährliche Körperverletzung” und “schwerer Raub”. Die Angeklagten sind zwischen 19 und 21 Jahre, wodurch für sie unter Umständen das Jugendstrafrecht angewendet wird. Die beiden anderen Täter, von denen der eine den Fluchtwagen fuhr und der andere über sein Handy den Start signalisierte, sind bereits “erwachsen”. Für sie wird ein eigener Prozess einberufen.
Von dem erbeuteten Geld ist bis heute nur ein geringer Betrag aufgetaucht. Lediglich 4.000 Euro wurden von einem Täter, Mustafa S., bis heute zurückgegeben. Richter Helmut Schweckendieck sagte dazu: “Am liebsten wäre mir, Sie würden hier mit einer dicken Plastiktüte ankommen”.

9. Red Kings


